Sonntag, 27. Februar 2011

Wer hat zu viel Wolle

.... und möchte einiges davon loswerden, weiß aber nicht wohin?
Ihr habt mir ja schon mal vor einigen Jahren sehr geholfen, als ich für die Grundschule meiner Nichte gesammelt habe. Damals sind in der Handarbeits-AG, der Theater-AG und beim Basteln schöne Dinge entstanden und die Schule hat sich wahnsinnig gefreut. Ich glaube, sie zehren immer noch von der damaligen Spende.
Nach der überwältigenden Unterstützung damals, habe ich nun einer der Strickfreundinnen im Stricktreff der Münchner Strickeria angeboten über meinen Blog wieder einen Spendenaufruf zu veröffentlichen und eben anzufragen, ob Ihr Wolle oder Baumwolle übrig habt.
Wofür soll die Wolle verwendet werden?
Einige Strickerinnen aus dem Stricktreff und viele "anonyme" Strickerinnen stricken und häkeln für den Weihnachtsmarkt am Rotkreuzplatz München, "Wir für Neuhausen". Es werden Mützen, Socken, Stulpen, Handschuhe, Topflappen, Hauspuschen usw. gefertigt.
Der Erlös geht an das Wohnwerk München und unterstützt deren Projekte.
Auf der Webseite sind auch Bilder von dem Weihnachtsmarkt 2009 zu sehen und auch dieses Jahr war ein großer Erfolg. Und nun ist den Frauen die Wolle ausgegangen.
Also wenn ihr was übrig habt, wäre es sehr sehr nett, wenn Ihr Euch bei mir melden würdet. Es können auch kleine Reste und Polytierchen sein. Die Polyacrylwolle wird z.B. in Hauspuschen zur besseren Haltbarkeit mit eingearbeitet.
Vor einigen Wochen hatte ich übrigens ein tolles Erlebnis in einem Wollgeschäft.
Ich habe mich mit der Besitzerin über Wolle, Spenden und Stricken für soziale Zwecke unterhalten. Eine andere Kundin hörte so halb zu. Und als die Besitzerin des Wollgeschäftes wegging, steckte mir die Kundin schnell ihr Visitenkarte zu und sagte, dass ihre Schwägerin viel stricken würde und das sie das was übrig bliebe wegwerfen würde. Das hat diese Kundin doch sehr empört und sie hätte angefangen die Wolle zu sammeln, wüßte nun aber nicht wohin damit. Da bin ich ihr gerade richtig über den Weg gelaufen. Am nächsten Tag konnte ich eine riesige Tüte abholen und die Wolle für das Weihnachtsstricken übergeben.

Kurzes Übergangsjäckchen

Ich habe mich so richtig rangehalten und dieses DROPS Jäckchen im Eiltempo fertig gestrickt. Es passt wirklich gut und ich habe es das ganze Wochenende über nicht mehr ausgezogen.

  • Muster: DROPS Nr. 117-43
  • Wolle: Aarlan Tweed, Schurwolle/Polyacrylmischung
  • Nadelstärke: Nr. 3,5
  • Verbrauch: 250g
  • Größe: 40/42
  • Accessoires: 3 alte Knöpfe aus der Knopfdose
  • Änderungen: Im Gegensatz zum Original habe ich den Teil vom Armloch abwärts verlängert.
  • Fertig: Februar 2011
Durch sie bunten Farbsprengsel kommen die verkürzten Reihen leider nicht ganz optimal zu Geltung. Anderseits ist es auch spannender, wenn man nicht sofort erkennt, wie etwas gearbeitet wurde.
Das Modell kann ich nur wärmstens weiterempfehlen. Wer keine Lust auf Vernähen hat, ist bei diesem Modell genau richtig. Es gibt keine einzige Naht. Ich finde, dass es außerdem ein pfiffiges wie einfaches Modell ist, bei dem jederzeit eine genaue Anprobe möglich ist und spontan, je nach Bedarf, Reihen weggelassen oder eingefügt werden können.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Stirnband aus Wollresten

Tütenweise haben sich bei mir Reste angesammelt. Einen Teil dieser Wollberge werde ich zu Stirnbändern verarbeiten und spenden.

  • Muster: halbe Stäbchen
  • Wolle: Reste Merino 120m/50g
  • Nadelstärke: Nr. 3,5
  • Verbrauch: 35g
  • Fertig: Februar 2011

Montag, 21. Februar 2011

Coco strickt mit

Beim Besuch bei meiner Tante im letzen Jahr habe ich dieses kleine Video aufgenommen. Ihr Vogel Coco liebt es bei ihr auf den Händen zu sitzen während sie strickt.

Ein Jäckchen für mich

Ich habe einige meiner alten Stricksachen aussortiert und jetzt brauche ich natürlich wieder viel neues... und Wolle ist mehr als genug da.
Aus dieser weinroten Wolle von Aarlan hatte ich mir vor einigen Jahren einen Pullover gestrickt und noch einiges übrig behalten.
Der Pullover hat inzwischen auch das Zeitliche gesegnet, weil er immer größer wurde, außerdem hat mich der Mohairanteil immer ein wenig gejuckt.
Jetzt hoffe ich doch sehr, dass es mir mit diesem kleinen Jäckchen von DROPS Nr. 117-43 besser ergeht. Die Einfärbung gefällt mir einfach gut, deshalb gibt es einfach nochmals einen Versuch mit dieser Wolle.
Ich denke, dass ich noch diese Woche fertig werde, so viel muss ja nicht mehr gemacht werden.

Freitag, 18. Februar 2011

Ich kann es noch

das Stricken von Socken. Letztes Jahr sind gerade mal 8 Paar auf den Nadeln gewesen. Dieses Jahr bin ich schon mit diesen Paaren vorgeprescht, denn mein Mann hat sich nicht zu Unrecht beklagt, dass ich für Gott und die Welt stricken würde, nur er würde nichts bekommen. Das konnte ich doch nicht auf mir sitzen lassen:

Donnerstag, 17. Februar 2011

Urlaub in der Schweiz - Teil 3 und Ende

Eiger, Mönch und Jungfrau hatten wir nun schon einige Male aus der Ferne gesehen, aber wir wollten diese eindrücklichen Berge natürlich auch aus der Nähe erleben. So sind wir zusammen mit unseren Freunden von Grindelwald aus über den Bahnhof der Kleinen Scheidegg mit der Jungfraubahn auf das Jungfraujoch gefahren.
Die Bahn braucht für die 9 Kilometer und ca. 1400 Höhenmeter etwa eine 3/4 Stunde. Die Strecke führt unter anderem durch einen Tunnel, der durch Eiger und Mönch verläuft. Unglaublich, was die Arbeiter vor knapp 100 Jahren, mit den Arbeitswerkzeugen von damals, geschafft haben.
Eine Fahrt auf das Jungfraujoch ist nicht gerade preiswert, aber sicherlich ein touristisches Highlight eines Urlaubs in der Schweiz. So waren wir zusammen mit vielen anderen Touristen, besonders aus asiatischen Ländern, unterwegs.
Auf dem Jungfraujoch befindet sich der höchste Bahnhof Europas mit 3454 Metern über NN. Mit einem Lift kommt man noch höher, auf die Sphinx mit 3550m. Da wird die Luft dann schon merklich dünner.
Von hier und verschiedenen anderen Aussichtspunkten hat man wunderbare Ausblicke, auf den mächtigen Gebirgszug der Alpen und besonders auf den großen Aletschgletscher.
Unsere Freunde haben uns plastisch geschildert, wie sie in diesem Gebiet mit Skiern unterwegs waren und wie unglaublich erlebnisreich diese Gletschertour war.
Und ein Besuch im Eispalast darf auf dem Jungfraujoch auch nicht fehlen. Man befindet sich direkt im Gletscher - der Boden, die Wände und Decke, alles ist aus Eis. Die Skulpturen der Ausstellung werden jedes Jahr von einem Künstler aus Interlaken gestaltet.
Einen besonders überwältigenden Blick auf die Eiger-Nordwand hatten wir dann noch, als wir auf dem Weg nach Grindelwald zurück, vom Bahnhof der Kleinen Scheidegg ein Stück am Fuß der berühmten Wand entlanggewandert sind. Diesmal war sogar die sog. Spinne zu sehen.
So, hier geht nun mein Bericht zu Ende, demnächst gibt es dann wieder Einträge zum Stricken, Häkeln und sonstigen verwandten Themen. Schön, dass Ihr dabei geblieben seid.
Ach ja,wir sind in dieser Woche nicht nur in den Bergen unterwegs gewesen, sondern haben auch noch Bern, Luzern und Zug besichtigt.
Und weil uns die Schweiz so gut gefallen hat, ist der nächste Bergwanderurlaub für dieses Jahr schon fest geplant.