Ich sitze sehr oft vor Anleitungen, bei denen große Passagen des Strickstückes glatt rechts gestrickt werden. Ich möchte auch gern solche Modelle nacharbeiten, aber bei mir sieht ein glatt rechts gestricktes Strickstück sehr ungleichmäßig aus, weil ich die Maschen total unregelmäßig abstricke. Ich versuche auch immer alles ordentlich straff zu ziehen, aber es hilft nichts.
Wie gelingt es euch, ein sauberes Maschenbild zu erzielen? Gibt es irgendwelche Tricks und Kniffe, die mir das Leben erleichtern würden? Ich würde mich über jede Hilfestellung freuen.
Vielen Dank an Manja für die heutige Frage!
Ob glatt rechts eher gleichmäßig oder ungleichmäßig aussieht hängt von der Wolle, den zum Stricken dieser Wolle ausgewählten Nadeln, von der Fadenspannung, der "Nachbehandlung" nach dem Stricken und der Übung beim Stricken ab. Um Routine zu bekommen eignen sich zu Beginn der Strickkarriere vielleicht eher tweedige Garne, die ja ohnehin zu einem ungleichmäßiges Maschenbild neigen. Auch Wolle mit einem elastischen Anteil verzeiht vieles. Baumwollgarne sollte man eher meiden.
Mit der Nadelgröße kann man auch ein wenig experimentieren. Die auf den Banderolen vorgeschlagene Nadelstärke muss ja nicht immer zum eigenen Strickstil passen, also geht ohne eine Maschenprobe mit verschieden Nadelstärken gar nichts.
Oft liegt die Ungleichmäßigkeit auch in der linken Rückreihe begründet, weil man da eventuell lockerer strickt. Eine 1/4 oder 1/2 Nadelstärke weniger hilft dann oft.
Eventuell ist auch die Fadenhaltung bzw.-spannung für ungleichmäßige Maschen verantwortlich, z.B. hat eine frühere Bekannte sich den Faden immer mehrfach um den linken Zeigefinger gewickelt und musste natürlich wieder "absetzen" und neu aufwickeln, wenn das freie Stück weggestrickt war. Bei ihr sah das Strickstück auch nicht glatt aus, weil der Faden nicht gleichmäßig nachgelaufen ist, sondern mal kürzer und mal länger war. Ich denke, dass die unterschiedliche Fadenspannung für das Maschenbild verantwortlich war.
Es fragte: Das Wollschaf
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Dienstag, 22. Juli 2008
Mittwoch, 2. Juli 2008
Die verstrickte Dienstagsfrage 27/2008
Wann, wie und durch wen hast du stricken gelernt?
Herzlichen Dank an Kerstinfür die heutige Frage!
Wann ich mit dem Stricken angefangen habe, kann ich gar nicht so genau sagen. Vermutlich so mit ca. 10 Jahren in der 4. Klasse. Bei der Auflösung meines Elternhauses habe ich auf dem Dachboden ein Heft mit gehäkelten und gestrickten Probeläppchen gefunden, die allerdings zum Teil den Motten zum Opfer gefallen waren. Ob ich das damals gerne gestrickt habe weiss ich nicht mehr, zumindest habe ich keine traumatischen Erlebnisse zum Handarbeitsunterricht. Hilfe habe ich immer wieder von meine Mutter bekommen. Dann ging es auf dem Gymnasium mit einem richtig schönen Musterlappen weiter. Die Steigerung zur Grundschule bestand darin, dass wir so richtige Muster stricken mussten und meine Mutter da öfters einige Abschnitte "übernommen" hat. Lochmuster, Zöpfe, Patent, bunte Einstrickmuster (Fair Isle hieß es damals noch nicht), usw. war schon ganz schön heftig. Mein Fair Isle Abschnitt, den wir im Handarbeitsunterricht stricken mussten, war dermaßen zusammengezogen, dass mein Musterlappen eine Wespentaille hatte. So ist es bis heute geblieben, richtig schön bekomme ich es nicht hin.
Wenn ich beim Hausausräumen geahnt hätte, dass ich mal ein blog haben und wieder so viel stricken würde, hätte ich diese Probeläppchen trotz der Mottenzerstörung behalten.
Damals haben wir Mädels viel gestrickt, auch im Unterricht. Mein erstes großes Strickstücke war ein Schal nur in rechts, in kanariengelb!!! und ich konnte mir diesen Schal mindestens 4x um den Hals wickeln. Ich habe ihn geliebt. Anschließend habe ich mir auch gleich aus der gelben Wolle noch eine Lochmusterstrickjacke gestrickt. Und an eine Mütze im Stil von Koolhaas habe ich mich auch gewagt. Da habe ich ewig drangesessen und er war gespickt mit falschen Kreuzungen. Aber so mit der Zeit wurde meine Technik dann doch besser und ich habe sogar für einige Bekannte auf Bezahlung Pullover und Jacken gefertigt.
Gestrickt habe ich seitdem immer, mal mehr, mal weniger und in den letzten 3-4 Jahren exzessiv.
Es fragte das Wollschaf
Wann, wie und durch wen hast du stricken gelernt?
Herzlichen Dank an Kerstinfür die heutige Frage!
Wann ich mit dem Stricken angefangen habe, kann ich gar nicht so genau sagen. Vermutlich so mit ca. 10 Jahren in der 4. Klasse. Bei der Auflösung meines Elternhauses habe ich auf dem Dachboden ein Heft mit gehäkelten und gestrickten Probeläppchen gefunden, die allerdings zum Teil den Motten zum Opfer gefallen waren. Ob ich das damals gerne gestrickt habe weiss ich nicht mehr, zumindest habe ich keine traumatischen Erlebnisse zum Handarbeitsunterricht. Hilfe habe ich immer wieder von meine Mutter bekommen. Dann ging es auf dem Gymnasium mit einem richtig schönen Musterlappen weiter. Die Steigerung zur Grundschule bestand darin, dass wir so richtige Muster stricken mussten und meine Mutter da öfters einige Abschnitte "übernommen" hat. Lochmuster, Zöpfe, Patent, bunte Einstrickmuster (Fair Isle hieß es damals noch nicht), usw. war schon ganz schön heftig. Mein Fair Isle Abschnitt, den wir im Handarbeitsunterricht stricken mussten, war dermaßen zusammengezogen, dass mein Musterlappen eine Wespentaille hatte. So ist es bis heute geblieben, richtig schön bekomme ich es nicht hin.
Wenn ich beim Hausausräumen geahnt hätte, dass ich mal ein blog haben und wieder so viel stricken würde, hätte ich diese Probeläppchen trotz der Mottenzerstörung behalten.
Damals haben wir Mädels viel gestrickt, auch im Unterricht. Mein erstes großes Strickstücke war ein Schal nur in rechts, in kanariengelb!!! und ich konnte mir diesen Schal mindestens 4x um den Hals wickeln. Ich habe ihn geliebt. Anschließend habe ich mir auch gleich aus der gelben Wolle noch eine Lochmusterstrickjacke gestrickt. Und an eine Mütze im Stil von Koolhaas habe ich mich auch gewagt. Da habe ich ewig drangesessen und er war gespickt mit falschen Kreuzungen. Aber so mit der Zeit wurde meine Technik dann doch besser und ich habe sogar für einige Bekannte auf Bezahlung Pullover und Jacken gefertigt.
Gestrickt habe ich seitdem immer, mal mehr, mal weniger und in den letzten 3-4 Jahren exzessiv.
Es fragte das Wollschaf
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Dienstag, 24. Juni 2008
Die verstrickte Dienstagsfrage 26/2008
Viele Strickerinnen schreiben in ihren Blogs dass zur Fertigstellung noch das Vernähen der Strickstücke anstehen würde. Anscheinend macht das ja keiner so gerne... Ich frage mich, wie bei Socken die Anfangs- und Endfäden "vernäht" werden, da hat man ja keine Naht, wo man den Faden verstecken kann.Kann vielleicht mal jemand sein "Innenleben" der Socken fotografieren und zeigen ?
Vielen Dank an Daniela für die heutige Frage!
Ein Foto kann ich nicht zeigen, da ich hier fast nur dunklere Socken liegen habe und da sind die vernähten Fäden praktisch nicht zu sehen.
Wie ich vernähe, hängt von der Art des Bündchens ab:
Es fragte: Das Wollschaf
Vielen Dank an Daniela für die heutige Frage!
Ein Foto kann ich nicht zeigen, da ich hier fast nur dunklere Socken liegen habe und da sind die vernähten Fäden praktisch nicht zu sehen.
Wie ich vernähe, hängt von der Art des Bündchens ab:
- Beim Mäusezähnchenrand ist es ein Leichtes den Faden zu verstecken. Da lasse ich ihn einfach zwischen den zusammengeklappten Seiten liegen
- Beim Rollrand vernähe ich auf der rechten Seite. Da "sticke" ich den Faden im Maschenstich in die erste Reihe. Das sieht man ja nachher überhaupt nicht, da diese Reihe innen eingerollt zum Liegen kommt.
- Bei 2re-2li ziehe ich den Faden mit einer spitzen Nadel auf der linken Seite durch die rechten Maschen zum Fuß hin. Das ist auf der Innenseite kaum zu erkennen und von außen gar nicht.
- Muss ich im Verlauf des Strickens einen neuen Faden einsetzten, mache ich das auf der Fußsohle mit dem Russian Join.
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Dienstag, 17. Juni 2008
Die verstrickte Dienstagsfrage 25/2008
Hast du mal Strickkurse besucht? Wie gefiel dir das, was hast du dabei konkret gelernt?
Vielen Dank an Kerstin für die heutige Frage!
Bisher habe ich noch nie einen Strickkurs besucht, habe aber schon mehrmals einen Versuch unternommen an einem teilzunehmen. Das erste Mal wurde der Kurs wegen zu wenigen Interessierten abgesagt. Beim zweiten Kurs war genau das Gegenteil der Fall. Ich habe keinen Platz mehr wegen zu vielen Anmeldungen bekommen. Lernen möchte ich etwas zur Farbgestaltung bei Fair Isle und wie man ein Strickstück perfekt konfektioniert.
Spaß macht es mir aber auch Kurse zu geben. Im privat organisiertem Rahmen habe ich schon früher, noch in meiner Heidelbergzeit, regelmäßige Schulungen im Socken stricken gegeben.
Es fragte: Das Wollschaf
Vielen Dank an Kerstin für die heutige Frage!
Bisher habe ich noch nie einen Strickkurs besucht, habe aber schon mehrmals einen Versuch unternommen an einem teilzunehmen. Das erste Mal wurde der Kurs wegen zu wenigen Interessierten abgesagt. Beim zweiten Kurs war genau das Gegenteil der Fall. Ich habe keinen Platz mehr wegen zu vielen Anmeldungen bekommen. Lernen möchte ich etwas zur Farbgestaltung bei Fair Isle und wie man ein Strickstück perfekt konfektioniert.
Spaß macht es mir aber auch Kurse zu geben. Im privat organisiertem Rahmen habe ich schon früher, noch in meiner Heidelbergzeit, regelmäßige Schulungen im Socken stricken gegeben.
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Dienstag, 10. Juni 2008
Wollschaf 24/2008
Dank Internet stehen einem mittlerweile Anleitungen in den verschiedensten Sprachen zur Verfügung. Nach welchen Sprachen hast du schon gestrickt? Beherrschst du diese Sprachen?
Herzlichen Dank an Kerstin für die heutige Frage!
Nach einer nicht deutschen Anleitung habe ich das erste Mal vor etwa 30 Jahren gestrickt. In einem wunderschönen Stockholmer Wollgeschäft hatte ich eine Anleitung und Wolle für diese Handschuhe gekauft, natürlich in schwedisch.
Mitte der 80er Jahre habe ich für ein Jahr in Frankreich gelebt. Da es in Montpellier damals einige schöne Wollgeschäfte mit toller Wolle und interessanten Modellen gab, habe ich mich in die französischen Anleitungen hineingearbeitet. Leider hat keins der Modelle bis heute überlebt, obwohl einige jetzt wieder modern wären. Besonders in Erinnerung habe ich ein Jäckchen mit einem wunderschönen Spitzenkragen. Ich müßte mal versuchen es aus dem Gedächnis zu rekonstruieren.
Heute stricke ich auch immer wieder nach englischen Anleitungen, die ich in der Regel ganz gut verstehe und wenn nicht, es gibt ja überall Hilfe.
Es fragte: Das Wollschaf
Herzlichen Dank an Kerstin für die heutige Frage!
Nach einer nicht deutschen Anleitung habe ich das erste Mal vor etwa 30 Jahren gestrickt. In einem wunderschönen Stockholmer Wollgeschäft hatte ich eine Anleitung und Wolle für diese Handschuhe gekauft, natürlich in schwedisch.

Mitte der 80er Jahre habe ich für ein Jahr in Frankreich gelebt. Da es in Montpellier damals einige schöne Wollgeschäfte mit toller Wolle und interessanten Modellen gab, habe ich mich in die französischen Anleitungen hineingearbeitet. Leider hat keins der Modelle bis heute überlebt, obwohl einige jetzt wieder modern wären. Besonders in Erinnerung habe ich ein Jäckchen mit einem wunderschönen Spitzenkragen. Ich müßte mal versuchen es aus dem Gedächnis zu rekonstruieren.
Heute stricke ich auch immer wieder nach englischen Anleitungen, die ich in der Regel ganz gut verstehe und wenn nicht, es gibt ja überall Hilfe.
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