Montag, 14. Februar 2011

Urlaub in der Schweiz - Teil 2

Unsere dritte Wanderung verdient jetzt aber wirklich den Namen Winterbergtour. Von Grindelwald aus ging es mit einer 6er Gondel zum First und von da aus dann zu Fuß auf einem bestens präparierten Schneewanderweg vorbei am Bachalpsee zum Faulhorn.
Die Sonne schien durchgehend und so sind wir bei den knapp 500 Höhenmetern Aufstieg ganz schön ins Schwitzen gekommen. Wir waren fast alleine unterwegs und es ist einfach Entspannung pur, wenn man so vor sich hinläuft, alles ist ganz ruhig und man hört nur den Schnee unter den Füßen knirschen.
Da wird der Kopf ganz frei und man erfreut sich an der klaren Luft, der wunderschönen Aussicht und den vielen eindrucksvollen Schneestrukturen - Natur pur.
Man kann ja vom Faulhorn bis nach Grindelwald hinunter auf der längsten Schlittelbahn Europas (15 km) herunterrodeln. Mal sehen, vielleicht machen wir das mal.
Diesmal sind wir vom Faulhorn ca. 800 Höhenmeter bis zur Bussalp heruntergewandert. Da kann man dann in einen Bus stiegen und sich zurück nach Grindelwald fahren lassen.
Diese Busfahrt wird mir auf jeden Fall sehr eindrücklich im Gedächnis bleiben, denn der Bus fährt auf der schneebedeckten Rodelstrecke gen Tal, immerhin mit Schneeketten.
Nur zur besseren Vorstellung: die Straße ist, wie in den Bergen üblich.... sehr, sehr, sehr kurvig und steil und gefühlt nicht breiter als der Bus. Der Bus war gestopft voll und auf der Strecke sind außerdem noch Rodler, Fußgänger und Hunde unterwegs. Bei den Kurven hatte man immer das Gefühl es hängt bestimmt ein Rad über dem Abhang, denn wenn man seitlich aus dem Fenster guckte, sah man nichts, keine Straßenbegrenzung, einfach nichts, man guckte einfach in die Tiefe.
Da kann man nur volles Vertrauen in den Busfahrer setzen, was man auch macht, denn diese Busfahrer sind Meister ihres Fachs und natürlich sind wir sicher in Grindelwald gelandet. Da atmet man trotzdem so einige Male tief durch. Schade, es ist mir zu spät eingefallen, ich hätte es wirklich filmen sollen.
Die Landschaft entlang der Rodel-Busstrecke hat im Nachmittagslicht etwas Verzauberndes und in Grindelwald gab es dann auch noch was zum Angucken, eine Ausstellung von überlebensgroßen Schneefiguren.

Sonntag, 13. Februar 2011

Urlaub in der Schweiz - Teil 1

So, es ist geschafft. Ich habe aus den 1400 Bildern, die mein Mann gemacht hat, eine kleine Auswahl zusammengestellt und möchte Euch nun ein wenig auf unsere schöne Schweiztour mitnehmen. Wandern in der Schweiz macht wirklich viel Spaß. Also die Wanderschuhe anziehen und los geht es....
Kurzentschlossen wie wir sind, haben wir eine Wochenendeinladung von Freunden aus Schwyz gleich um eine Woche ausgedehnt und uns ein Hotel in Beatenberg gesucht und von da aus Tagestrips unternommen.
Wir hatten in dieser Woche durchgehend stahlend schönes Wetter, in den ersten Tagen allerdings erst ab 1200 Metern Höhe, alles was tiefer lag versank im Nebel. Unser Hotel befand sich genau dazwischen, so dass wir manchmal auf den Nebel heruntergeguckt haben und manchmal so richtig in der grauen Suppe lagen. Aber wenn sich der Nebel verzog, dann hatten wir einen atemberaubenden Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Besonders schön waren auch die gefrorenen kleinen und großen Wasserfälle, auch in der Nähe unseres Hotels.
Unser erster Ausflug ging zum zugefrorenen Öschinensee.
Unser Ziel war ein riesiger gefrorener Eiskegel, der durch einen Wasserfall geformt wurde. Auch wenn auf dem See viele Eisfischer unterwegs waren oder vor ihren gebohrten Löchern saßen und angelten, mein Puls hat sich zwischendurch doch etwas beschleunigt wenn es unter unseren Füßen immer wieder leicht knackte. Der "Eiszuckerhut" war wirklich beeindruckend und mein Mann ist ganz um ihn herumgelaufen um Fotos zu machen. Nicht ganz ungefährlich, denn über dem Eiskegel hingen lange spitze Eiszapfen.
Die zweite Wandertour begann mit einer Zahnradbahnfahrt von Lauterbrunnen nach Wengen und von da aus mit einer Gondel auf den Männlichen. Von diesem Gipfel wollten wir auf einem präparierten Winterwanderweg zur Kleinen Scheidegg laufen.
Auf dem Männlichen ist ein irrer Betrieb mit vielen Skifahrern, Bars, Restaurants, Helikopter- und Flugzeugrundflügen. Und natürlich kann man auch hochfahren um es sich in einem Liegestuhl bequem zu machen und zu bräunen.
Nach einem ausgiebigen Fotostop rund um die ganzen Restaurants sind wir losgelaufen. Wir sind der Ausschilderung für die Wanderwege gefolgt und haben uns auf einmal auf einer Skipiste wiedergefunden. Die Skifahrer sind rechts und links an uns vorbeigesaust und uns war vollkommen unklar, wo unser Weg sein sollte. Nun ja, mit Wanderschuhen auf der Skipiste, das ist auch alles andere als vergnüglich, denn diese Pisten sind bekanntlich nicht für Wanderer präpariert, recht glatt und steil... und wir standen auf einer roten Piste.
Hier hat sich dann auch eine kleine Ehekrise angebahnt, weil wir nicht wußten wie wir weiterlaufen sollten. Die Richtung war klar, nur es gab keinen eindeutigen Wanderweg. Mein Mann schlug dann vor, dass wir ja am Rand der roten Piste langlaufen könnten, und dann müsste der Weg schon irgendwo kommen.
Das kam für mich gar nicht in Frage, denn wir waren schon recht weit herabgestiegen. Außerdem ist man entweder gerutscht oder am Rand der Piste im Schnee versunken. Jetzt nach dem Weg zu suchen war aus meiner Sicht unsinnig. Es hätten eindeutige Markierungen da sein müssen. Ich wollte lieber bei jemandem nachfragen. Aber ihr wisst ja, Männer und nachfragen....
Aber letztendlich (nach einigen Diskussionen) haben wir eine Skifahrerin angesprochen, die dann in Erinnerung hatte, dass der Weg für die Wanderungen zur Kleinen Scheidegg gesperrt wäre.
Aber weil man ja nicht alles glauben kann ;-))), sind wir am Rand der roten Piste zur nächst gelegenen Sesselliftstation hochgestiefelt - ja das ging ganz schön in die Beine, aber wir haben es geschafft.
Da haben wir dann offiziell bestätigt bekommen, dass der Weg nicht zu begehen wäre und erst Mitte Februar öffnen würde. Blöd, aber nicht zu ändern. Das einzige was uns geärgert hatte war, dass wir uns vorher extra ausgiebig informiert hatten und dann doch die falsche Information erhalten hatten. Aber egal, wir hatten inzwischen auch ohne eine große Wanderung genug getan und sind wieder zur Bergstation Männlichen zurückgelaufen. Und im Nachhinein war es ja auch recht lustig.
Am Männlichen habe ich dann auch das "Gesperrt"-Schild entdeckt. Als wir beim Aufbruch da vorbei gegangen waren, stand eine große Skischulgruppe davor und hatte es verdeckt.
Da wir keine Lust auf den Trubel auf dem Berg hatten, sind wir wieder nach Wengen runtergefahren, sind da etwas gebummelt und haben einen leckeren Kaffee und Kuchen genossen.

Mittwoch, 9. Februar 2011

My Citron

Damit Ihr nicht immer Mützen angucken müsst ....und ich brauche für den Frühling mal ein luftigeres Tuch.
Vielen Dank nochmals für alle Eure netten Kommentare. Eigentlich möchte ich immer jedem und jeder persönlich antworten, aber ich bin so viel unterwegs, dass ich nicht so dazu komme, wie ich es mir wünsche. Aber glaubt mir, ich freue mich unglaublich, wenn in Zeiten von Ravelry noch so viele bei mir lesen und mir auch immer wieder schreiben.

  • Muster: Citron (ravelry)
  • Wolle: ?, trotz Banderole ist mir unklar von welcher Firma diese Wolle hergestellt wurde. Gekauft bei Kunst und Spiel in München
    Nachtrag: Die Wolle ist von filace von Birgit Freyer
  • Zusammensetzung: 60% Baumwolle, 20% Kaschmir, 20% Seide
  • Nadelstärke: Nr. 3,5
  • Verbrauch: 85g
  • Fertig: 01.02.2011
Hier im Blog war es einige Wochen etwas ruhiger, mein Mann und ich waren in Urlaub, in der Schweiz. Nein, nicht zum Skifahren, sondern zum Winterwandern. Es war einfach klasse und demnächst gibt es für alle Wanderinteressierten einen kleinen Bilderbericht.
Natürlich gucke ich auch immer, ob ich nicht unterwegs einen schönen Wollladen besuchen kann. In Bern habe ich einen Blick bei WollWirrWare hineingeworfen und war total begeistert von dem hochwertigen Angebot und der tollen Präsentation. Gekauft habe ich aber nichts, denn ohne ein konkretes Projekt im Kopf sich teure Wolle auf Halde zu legen, besonders wenn man schon so viel hat wie ich, macht da doch wenig Sinn. Aber ich habe einige für mich neue Frühjahresgarne entdeckt, die ich mir notiert habe. Aber beim Nicht-Kaufen bin ich stark geblieben ... diesmal.

Freitag, 21. Januar 2011

Häkel-Webmuster

Da ich nun beides sehr gerne mache, Häkeln und Weben, kam dieses Muster wie gerufen. Außerdem mag ich Mützen, die oben am Kopf eher etwas hutähnlich hochstehen und sich nicht so platt an die Haare quetschen. Zuerst entdeckt habe ich die Mütze bei Arwen666's (ravelry).
Die Anleitung ist auf englisch, sehr verständlich und übersichtlich mit vielen Fotos. Der Designer hat noch einige weitere Häkelmützen kreiert, so dass diese hier wohl nicht meine letzte sein wird.

  • Muster: The Open Weave (ravelry)
  • Wolle: Malabrigo worsted mit 216y/100g in der Farbe Purple mystery
  • Nadelstärke: Nr. 5,5
  • Verbrauch: 98g
  • Fertig: 20.01.2011
Dann möchte ich mich ganz herzlich für die zahlreichen Kommentare zu "meiner" Beatrix bedanken. Das hat echt gut getan. Wenn meine Freundin aus dem Urlaub zurück ist, gibt es auch noch Fotos am lebenden Objekt.

Donnerstag, 13. Januar 2011

Ein Drama hat sein Ende gefunden

Ja... ja... Ihr seht richtig. Die Jacke Beatrix von Kim Hargreaves für meine Freundin aus Bonn ist endlich ( nach 1,5 Jahren) fertig. Was habe ich mich mit dieser Jacke schwer getan.
Es ist ja eine wunderschöne enge Jacke, aber das hat dann auch seine Tücken, weil man bei diesem köpernahen Schnitt sich keine Schummeleien bei der Passform erlauben kann. Mal war sie zu eng, dann zu weit. Ich hatte mich genau an die Anleitung gehalten und da hatte ich 1x die Situation, dass es zu viele Zunahmen unter der Achsel waren. Ich glaube, da ist ein Fehler in der Anleitung oder das Modell ist für Frauen mit einem extra üppigem Busen gedacht.
Ich habe diese Jacke, wenn man alle Ribbeleien einrechnet, mindestens 2 1/2 x gestrickt und mich hatte zwischendurch einfach die Lust verlassen. Anderseits hat mir die Jacke auch viel Spaß gemacht, denn ich mag diese engen Schnitte und die Wolle hat sich auch toll verstrickt. Die Wolle hat übrigens all diese Strapazen schadlos überstanden, ein tolles Garn, das es leider nicht mehr gibt.
Ein Problem war sicherlich auch, dass meine Freundin 600 km entfernt wohnt und eine Anprobe nur 1x möglich war. Na ja, ich möchte nicht mehr alles aufrühren, was so schief gelaufen ist. Sie ist nun fertig, verschickt, passt und gefällt.

  • Muster: Beatrix (ravelry)
  • Wolle: Lana Grossa Cashmere+, 35% Cashmere,35% Merino<, 30% Viskose

  • Nadelstärke: Nr. 3,5

  • Verbrauch: vergessen zu wiegen, ich denke ca. 400g

  • Fertig: Januar 2011

Nachtrag:

Montag, 3. Januar 2011

Häkel-Web-Topflappen

Kennt Ihr diese Topflappen schon?

Irgendwann Anfang letzten Jahres habe ich diese Version von Topflappen gesehen und war begeistert über die einfache Art sie zu machen. Aber da ich durch andere Projekte abgelenkt war, habe ich es irgendwie wieder aus den Augen verloren, welche zu machen. Dann habe ich ein Paar geschenkt bekommen und habe mich dann daran gemacht selber loszulegen.
Inspiriert wurde ich nicht nur durch das Geschenk, sondern besonders auch durch die Bilder im Blog von Kreativatelier
und die Anleitung im Blog von "Sieh mal an".

Samstag, 1. Januar 2011

Ein wunderschönes Neues Jahr

Hallo liebe Leserinnen und Leser,
ich wünsche Euch und Euren Familien ein gutes, erfolgreiches und gesundes Neues Jahr 2011 - und natürlich immer genügend Wolle für die vielen neuen Strickprojekte, die so auf der Strickwunschliste stehen.
Herzlichen Dank für Eure Weihnachtswünsche, ich hoffe Ihr hattet alle eine schöne Zeit.
Ja, Ihr seht richtig, ich habe seit Weihnachten neue Stricknadeln, es sind die absolut edlen Signature needles.Selber ausgesucht und von meinem Mann geschenkt bekommen. Entschieden habe ich mich für die 2,75er, die ich sehr gerne für die Wollmeisenwolle nehme. Ich stricke ja am liebsten mit Metallnadeln und die 2,75er gibt es in Deutschland ja leider nicht aus Metall, und wenn, dann sind es immer die kurzen.