Mittwoch, 2. Dezember 2009

Tour de Kultur

In der letzten Zeit war es hier etwas ruhiger und ich habe ja wenig Selbstgestricktes gezeigt, da ich etwas Probleme mit meinen Gelenken hatte, aber zum Glück ist nicht das Stricken der Auslöser. Es wird auch langsam wieder besser und die Nadeln klappern ;-)))
Daher hatte(n) ich/wir viel Zeit und Muße für andere Aktivitäten.
Wer hier schon länger mitliest, weiß, wie gerne wir Ausstellungen besuchen und letztes Wochenende war es mal wieder soweit. Sechs Ausstellungen in drei Tagen:
1. In Stuttgart Schätze des alten Syrien mit Funden aus der Königsgruft von Qatna. Da wir Syrien vor einigen Jahren bereist haben, war es für uns besonders interessant mit dieser Ausstellung unser Wissen wieder ein wenig zu vertiefen und uns an die Reise zu erinnern.
2. Das Thema Völkerwanderung ist ja kein so einfaches. Ständig tauchen wie aus dem Nichts neue Vökler auf, ziehen überall hin und verschwinden wieder. Also da schwimme ich immer wieder. Aber mit der Ausstellung im Badischen Landesmuseum Karlsruhe Das Königreich der Vandalen kann man etwas an seinen Lücken zur Völkerwanderung arbeiten. Sehr interessante und lehrreiche Ausstellung.
3. Alexander der Große, im Mannheimer Reiss-Engelhorn Museum, an dem man nicht vorbeikommt, wenn man sich für Geschichte und Archäologie interessiert. Der Zug von Alexander dem Großen bis nach Zentralasien wird dem Besucher sehr plastisch veranschaulicht und man bekommt einen Eindruck welche kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüche dadurch ausgelöst wurden.
4. Das Gold der Steppe, Fürstenschätze jenseits des Alexanderreiches. Kunstwerke von den Skyten und Sarmaten. In München gab es vor einigen Jahren bereits eine Ausstellung Das Gold der Skyten und die aktuelle Sonderausstellung im Reiss-Engelhorn Museum war eine gute Ergänzung.
5. Natürlich kommt man auch nicht an der Frankfurter Botticelli Ausstellung vorbei, wenn schon mal so eine große Ausstellung über ihn in Deutschland gezeigt wird. Der Andrang war groß und die Ausstellung eindrucksvoll.
6. Im Archäologischen Museum Frankfurt gibt es eine kleine und ganz feine Ausstellung Die letzten Wikinger - Der Teppich von Bayeux. Der letzte Wikingerzug, mit der Eroberung Englands durch den Normannenherzog Wilhelm den Eroberer, mit der Schlacht von Hastings 1066, wird in bunten und bewegten gestickten Bildern auf dem Teppich, der eigentlich ein Wandbehang von ca. 70 Metern ist, wiedergegeben. Es ist allerdings nicht der Originalteppich, der verlässt Frankreich nicht, sondern eine Großdiapositiv Wiedergabe zu sehen. Ergänzt wird die Ausstellung mit zahlreichen archäologischen Funden, nachgebauten Anschauungsobjekten und Illustrationen. Auch wenn ich nur ganz selten und wenig sticke, war es doch ein Hochgenuss, sich wieder etwas mit Stickerei zu befassen. Und wer kennt aus seinem Englischunterricht nicht die Schlacht von Hastings ;-))) Also ich hatte so einiges vergessen und es war mal wieder überfällig da einiges über diese Ausstellung und den Teppich von Bayeux aufzufrischen. Und hier kann man sich eine sehr gute Diashow über den Wandbehang ansehen.

Alle Ausstellungen sind aus meiner Sicht sehenswert und lohnen einen Besuch. Überhaupt finde ich, dass die Konzeption der Ausstellugen in Deutschland wirklich hervorragend ist, sie sehr gut präsentiert werden und auch pädagogisch wirklich wertvoll sind, so dass man unglaublich viel lernt und ganz beglückt ist, weil man wieder mal ein Stück Geschichte besser einordnen kann. Und in meine Lobrede muss ich auch noch die Führungen aufnehmen, die ich auch immer wieder erstklassig find.

Kommentare:

  1. Das liest sich alles sehr interessant. Eigentlich gehe ich auch gerne in Ausstellungen, ich mache es nur zu wenig. Hier im Köln/Bonner Raum wird einem ja auch ziemlich viel geboten, aber...meist rafft man sich dann doch wieder nicht auf. Das muss ich doch mal ändern an mir.
    LG
    Anja

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  2. Liebe Angelika
    Um dieses Erlebnis beneide ich Dich. Nein nicht wirklich, nur würde ich das auch all zu gerne machen. Aber vielleicht schaffe ich das doch noch einmal. Ich geb die Hoffnung nicht auf.
    Liebe Grüße
    Melitta

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