Mittwoch, 5. Mai 2010

Unerwartetes Wollshopping

Wer hier schon länger mitliest, wird wissen, dass sich nicht gerade wenig Wolle in meinen Vorräten befindet und ich eigentlich nichts mehr kaufen möchte. Aber es kommt dann doch immer wieder anders.
Letzte Woche habe ich meine Schwiegereltern zur Kur nach Bad Füssing begleitet, da die Fahrerei und vieles andere für sie alleine zu beschwerlich geworden ist. Ich habe die Zeit für viel Sport genutzt - wirklich viel Sport mit jeweils einer Stunde Schwimmen, Wasserjogging und Joggen im Park pro Tag und ich fühle mich richtig fit. Und natürlich habe ich abends auch viel gestrickt. Demnächst gibt es noch Fotos von einigen fertigen und auch noch unfertigen Werken.
Und auch wenn ich keine Wolle kaufen möchte, interessiere ich mich doch für jede Art von Wollgeschäft. Aber da konnte ich trotz intensiver Internetrecherche und Abfahren einiger Adressen nichts auch nur annähernd Interessantes finden, weil die Geschäfte inzwischen aufgegeben worden waren bzw. nur noch den Minimalbedarf an Socken- und Trachtenwolle führen. So habe ich mich ganz entspannt zurückgelehnt, weil ich nicht verführt worden war meinen Bestand zu vergrößern.
Aber dann, wurde ich auf dem Sonntagsmarkt in der Kurallee, einige Minuten vor der Abfahrt nach Hause !!!, dann doch noch kalt erwischt.
Auf diesem Markt bieten die regionalen Metzger, Imker, Schnapsbrennereien usw. ihre Produkte an und unter anderem auch eine Spinnerei. Der Stand der Spinnerei hat mich nicht besonders vom Hocker gehauen, denn im Angebot waren Schaffelle und sonstige Schaffellspodukte, Industriesockenwolle, Trachtenwolle, Spinnflies, grob gesponnene Wolle, alles was mich nicht interessiert. Beim strickigen Angebot war auch nichts dabei was mich zum Entzücken gebraucht hätte, grob gehäkelte Mützen in senfgelb oder locker gestrickte Socken in grober Wolle, nee, das muss ich mir nicht genauer ansehen. Aber dann entdecke ich, im Weitergehen, seitlich vom Tisch eine Tüte mit Wolle, die zu meinem Beuteschema passt - diese seidig schimmernden wunderschönen Schätzchen:

Es soll Sockenwolle sein mit 300m/100g und in der Zusammensetzung 80% Wolle, 10% Seide und 10% Viskose. Der Preis war sensationell und so habe ich die einzigen 3 Stränge à 100g in diesem schönen Dunkelblau und das einzige Knäuel petrolblau mitbenommen. Und ich habe mich zusammengerissen und so einige Stränge in anderen Farben, die auch sehr schön waren, liegen lassen.
Ich weiß noch nicht was ich aus dieser Wolle stricken möchte, aber es werden sicherlich keine Socken werden. Ob die 300g wohl für den Slinky Rib als Pullunder ausreichen?
Bei der dunkelblauen Wolle dürfte die Lauflänge von 150m/100g auch stimmen, aber die petrolfarbene dürfte eine deutlich längere Lauflänge haben.
Bei meinen Schwiegereltern musste ich sie natürlich sofort anstricken um zu gucken wie das Maschenbild aussieht. Beide Garne geben ein schönes glattes Strickbild.
Übrigens habe ich in Ermangelung eines Wollwicklers einen Kochlöffel als Nostepine zweckentfremdet und einen Strang darauf aufgewicket. Ein bißchen Übung brauche ich noch, denn ganz gleichmäßig ist das Ei noch nicht geworden.

Sonntag, 25. April 2010

Nur ein Paar Socken

Ich weiß, im Moment sind meine Einträge etwas spärlich. Irgendwie kann ich mich nicht richtig aufraffen, obwohl ich eigentlich sehr viel zum Zeigen habe. Für heute erst einmal wieder ein Paar Socken. Leider habe ich nicht auf die Farbabfolge geachtet, aber sie werden sicherlich irgendwann trotzdem Füße zum Wärmen finden.

  • Muster: Giles Wavy Socks (ravelry)
  • Wolle: ich glaube Opal
  • Nadelstärke: Nr. 2,5
  • Größe: 38
  • Verbrauch: 70g
  • Fertig: März 2010

Mittwoch, 21. April 2010

Stricken mit Plastikmüll

Ist es nicht klasse, was man alles stricken kann: Kunst aus Plastiktüten

Dienstag, 13. April 2010

Damit mein Blog nicht ganz verwaist ...

... möchte ich Euch heute zwei Paar Socken zeigen, die schon seit einigen Wochen fertig sind. Zuerst diese Wollmeisensocken in einem fröhlichen Mausgrau.

  • Muster: Zwei Runden 2re-2li und zwei Runden rechts, immer im Wechsel
  • Wolle: Wollmeise "alte Maus"
  • Zusammensetzung: 100% Merino
  • Nadelstärke: Nr. 2,75
  • Größe: 37
  • Verbrauch: 65g
  • Fertig: März 2010
Und dann noch Baumwollsocken für meinen Mann, denn seine alten Socken sehen inzwischen jämmerlich aus und neue waren dringend nötig.

  • Muster:einfach nur 2re-2li und den Fuß glatt re
  • Wolle: Lana Grossa Meilenweite Cotton
  • Nadelstärke: Nr. 2,5
  • Größe: 43
  • Verbrauch: 80g
  • Fertig: März 2010

Sonntag, 4. April 2010

Not a Drop

Not a Drop ist der neueste Schalentwurf von Arlene's World of Lace (ravelry) und ich war eine der Teststrickerinnen, die das Muster schon einige Zeit vor Euch allen genießen durfte. Ein ganz wunderbares Muster, das am Anfang nicht so einfach erscheint, weil die Strickweise etwas ungewohnt ist. Aber nach einigen Wiederholungen hat man die Musterabfolge im Kopf und kann relativ unbeschwert vor sich hinstricken - nur man sollte keinen Fehler machen, denn das Zurückstricken stellt einen vor einige Herausforderungen. Das ist auf jeden Fall nicht mein letzter Schal mit diesem Muster und ich bin mir sicher, dass der Schal auch Euch viel Spaß machen wird.

  • Muster: Not a Drop von Arlene's World of Lace (ravelry)
  • Wolle: Wollmeise 100% Merino, Herzblut
  • Lf.: 350m/100g
  • Nadelstärke: Nr. 4
  • Verbrauch: 96g
  • Länge: 180cm x 22cm nach dem Spannen
  • Fertig: 02.April 2010

Wandern zum Funtensee oder auch nicht

Schon lange träumt mein Mann davon im Winter mit Schneeschuhen vom Königssee zum Funtensee hochzuwandern.
Und da für Karfreitag und Karsamstag schönes Wetter angekündigt war, haben wir uns entschlossen es dieses Jahr tatsächlich mal zu wagen. Über Ostern hat das Kärlingerhaus im Rahmen der Skitourenwochen geöffnet und unsere Idee war es am Karfreitag mit unseren Schneeschuhen hochzusteigen, oben am Funtensee zu übernachten und am Samstag wieder abzusteigen. Uns war es schon klar wie brutal anstrengend das werden könnte, aber dass uns diese Wanderung - besonders mich - so schaffen würde, das hatte ich nicht erwartet. Ich mache ja auch regelmäßig Sport und habe extra für diese Tour einige Runden mehr in den Isarauen gedreht, aber es hat nicht ausgereicht.
Hier ging es los, um ca. 10:30 Uhr hat das Boot in St. Bartholomä angelegt und wir haben unsere Rucksäcke geschultert.
Es fing auch ganz harmlos an, denn die erste halbe Stunde läuft man eben am See entlang, vorbei an malerisch umgestürzten Bäumen und ganzen Feldern und Hängen voller Christrosen. Dann ging es etwa eine bis eineinhalb Stunden ziemlich steil bergauf, noch ohne Schnee, aber das kannten wir schon von unseren früheren Touren.
So nach und nach kamen wir im Schnee an, erst sah alles noch wie gezuckert aus, dann gab es eine fast geschlossene Schneedecke und irgendwann sind wir so richtig tief bis zu den Knien eingesunken. Es wurde Zeit die Gamaschen und die Schneeschuhe anzulegen, was gar nicht so einfach war, denn wir hatten dicke Jacken an und außerdem noch ca. 10-12 kg Gepäck auf dem Rücken. Wir sind dann mit den Schneeschuhen weitergegangen, aber es war alles mehr als mühsam, denn wir mussten sie immer wieder abschnallen, denn die Wege waren nicht durchgehend mit Schnee bedeckt. Nach etwa der Hälfte der Strecke und erst einem Drittel der Höhenmeter, die berüchtigte Saugasse mit ihren 34 Serpentinen hatten wir ja noch vor uns, haben wir entschieden umzukehren, denn ich war schon total erschöpft. Außerdem hatte ich Angst bekommen, weil die Wege zum Teil sehr schmal waren und auf mich alles einen abschüssigen Charakter machte. Im Sommer macht mir das nichts aus, aber im Winter, wenn diese Wege nicht richtig zu sehen sind bzw. nur ganz schmal sind, eben so, wie die Skitourengeher sie vorgespurt haben, da bleibt mir dann doch die Luft weg.

Wir hatten ja schon einige Touren mit Schneeschuhen gemacht, aber da waren die Wege doch nicht so steil. Außerdem hatten wir diesmal den Druck, dass wir frühzeitig entscheiden mussten, wie es weiter geht. Wenn wir weiter gegangen wären, dann muss man unweigerlich bis zum Ende, und das wäre das Kärlingerhaus gewesen. Mit den Schneeschuhen und meinen müden Beinen wären es sicherlich 4-5 Stunden geworden. Zurück nach St. Bartholomä waren es etwa 2½ Stunden. Da war es dann klar, dass wir zurück gehen und es nächstes Jahr mit einem hoffentlich besseren Trainingszustand erneut versuchen. Wir haben den Tag dann mit einem leckeren Kaffee, Kuchen und diversen Erfrischungsgetränken ausklingen lassen.
Ihr werdet es nicht glauben, es macht trotzdem viel Spaß, aber jetzt pflege ich erst einmal meinen gigantischen Muskelkater ...

Frohe Ostern

Ja, es gibt mich noch, ich war nur etwas blogmüde.
Ich wünsche Euch allen ein schönes Osterfest.