Sonntag, 16. September 2007

Fotosession im ZOO

Heute stand Üben mit der Spiegelreflexkamera auf meinem Tagesprogramm. Wir sind in den Zoo gefahren und ich habe versucht Farben, Bewegungen und Situationen einzufangen. Ich möchte ja aus Indien mit vorzeigbaren Bildern zurückkommen. Vor allem möchte ich nicht ewig überlegen wie ich die Kamera nun einstellen muss, das muss schnell und automatisch klappen.
Früher habe ich mit einer analogen Spiegelreflexkamera fotografiert, aber in den letzten Jahren habe ich nur noch zu einer kleinen digitalen Kompaktkamera gegriffen, weil es irgendwie praktisch war. Allerdings war ich auch ganz oft mit den Bildern unzufrieden, bis nun mein Mann mir als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk eine digitale Spiegelreflex geschenkt hat. Es macht unglaublich Spaß die Bilder zu gestalten und ich bin jetzt so richtig eingestiegen.
Hier seht ihr mal eine kleine Ausbeute meiner heutigen Fotos:

Für größere Ansichten bitte auf die Bilder klicken.

Donnerstag, 5. April 2007

Paris Teil 3

Ich habe den ganzen Abend an der Topflappenanleitung geschrieben und hoffe, dass ich sie morgen fertig habe. Es ist schwieriger als ich es mir vorgestellt habe.
Zur Entspannung wollte ich Euch noch einige Fotoimpressionen aus Paris zeigen. Die Fotos hat mein Mann gemacht. Aber es hat jetzt über eine Stunde gedauert, die Bilder richtig zu positionieren. Html kann einen manchmal so richtig zum Verzweifeln bringen.
Und nach diesen Bildern wird dieses blog wieder zum Strickblog.

Die oberen drei Fotos sind der allseits bekannt Tour Eiffel, der Aufgang im Louvre zum Denon Flügel mit Blick auf Nike von Samothrake und ich beim Einkaufsbummel in der Galerie Lafayette.
Die Aussicht vom den Türmen von Notre Dame an den berühmten Wasserspeiern vorbei, unser Besuch im Pantheon, ein Blick vom Hotel de Ville Richtung Notre Dame und diese wunderbaren französischen Kuchen - immer eine Augenweide - sind auf den vier unteren Bildern zu sehen.

Für größere Ansichten bitte auf die Bilder klicken.


Montag, 2. April 2007

Paris Teil 2

Die letzten Rest-Urlaubstage sind nun auch weg, wir sind zu Hause und somit gibt es auch wieder regelmäßigere Einträge. Letzte Woche waren wir in Zürich, Freiburg und in der Nähe von Karlsruhe, aber dazu ein anderes Mal. Heute noch ein wenig Parisnachlese.
Achtung, in diesem Eintrag geht es mehr um Museen in Paris und erst am Schluß ganz klein wenig ums Stricken.
Zunächst also noch ein wenig Schwärmerei über die Pariser Museen.
Wir hatten uns einen Paris Museumspass für 6 Tage gekauft und dann ging es los:
  • Im Louvre sind wir 3x gewesen und man hat danach noch lange nicht alles gesehen. Wir haben uns auf einige unserer Interessensgebiete beschränkt und praktisch alle Bilder weggelassen. Aber ein kurzer Abstecher zur Mona Lisa mußte dabei sein.
  • Ein Highlight, besonders für meinen Mann, war das Musée Guimet mit einer der weltweit besten Sammlung zu asiatischer Kunst.
  • Ebenso empfehlenswert, wenn man sich für asiatische Kunst interessiert ist das Musée Cernuschi
  • Wer Freude an Kunst aus dem Mittelalter hat, dem kann ich das Musée du Moyen Age wärmstens ans Herz legen.
  • Wunderbare Kunstschätze aus der italienischen Renaissance haben wir im Musée Jacquemart-André besichtigt.
  • Ganz besonders eindrucksvoll waren die Les Catacombes de Paris.Nach der Schließung vieler Pariser Pfarrfriedhöfe wurde die Knochen von ca. 6 Millionen Parisern von ca. 1785 bis Mitte des 19 Jh. hierher verlegt. In einer Tiefe von ca. 25 Metern läuft man durch endlose Gänge an z.T. künstlerisch aufgestapelten Knochenwänden vorbei.
  • Das Musée arts et métiers ist ein Wissenschafts- und Industriemuseum und stellt die vielfältigen Erfindungen der Menschheit vor. Da habe ich unter anderem sehr schöne Spinnräder und Webstühle bewundern können !!! Außerdem ist hier auch das Original des foucaultschen Pendels zu sehen.
  • Im Musée Les Arts decoratifs war eine Ausstellung über Ballettkleidung, entworfen von Jean Paul Gaultier. Nun ja, viele Kostüme sind schon sehr gewöhnungsbedürtig, aber da ich früher selber in einer Modern Dance Gruppe war, allerdings nur als Sportersatz und um ein bißchen die Ausdrucksfähigkeit zu schulen, hat mich das sehr interessiert.
  • Ein Höhepunkt für mich sollte das Centre Pompidou werden, aber leider war wegen einer Ausstellungsumstellung eine ganze Etage geschlossen. Ich liebe Moderne Kunst... aber im Museumsshop stand ich dann doch kurz vor einem Herzinfarkt.
    Ausgestellt und verkauft wurden Strickereien und Häkelarbeiten von Künstlern zu astronomischen Preisen, dazu noch miserabelst gestrickt bzw. zusammengenäht. Und um das Ganze auf die Spitze zu treiben, sogar die Wolle war grauenhaft. Leider war da Fotografierverbot.
    Preisbeispiele: Handytäschchchen 175 EUR, ein Mäppchen für Stifte mit Reißverschluß 225 EUR, Socken, die kurz vor den Zehen abgekettet waren, also die Zehen bleiben nackt für 75 EUR, umhäkelte Tassen und Teekannen (den Preis habe ich vergessen), usw.
    Vielleicht sollte das Kunst sein, es ist ja immer schwierig das nachzuvollziehen, wenn man den Kontext eines Kunstwerkes nicht kennt. Aber das haut doch jede passionierte Strickerin um, besonders wenn die Qualität verheerend ist.
    Um mich zu erholen bin ich anschließend in der Nähe des Centre Pompidou/Les Halles/Kirche St. Eustache in ein Wollgeschäft "La Droguerie". Verkauft wird Wolle aus eigener Produktion am Strang. Sehr gute Qualität, schön anzusehen und anzufassen. Besonders fein waren die Leinen- und Bambusgarne. Außerdem ist der Laden ein Perlen- und Knopfparadies. Danach war meine Strickwelt dann wieder etwas geradegerückt.
Wir haben noch viel mehr angeschaut.... demnächst mehr.

Sonntag, 25. März 2007

Pariser Strick- und Wollimpressionen

Neun Tage Paris sind wie im Flug vergangen und ich weiß gar nicht wo ich mit dem Berichten anfangen soll. Wir haben unzählige Museen besucht und sind unendlich viel gelaufen. Auf jeden Fall habe ich begriffen wieso die Französinnen so schöne Beine haben und so schlank sind. Bei den vielen Treppen, die in der Metro oder in den Museen zu bewältigen sind, kann man nur dünn bleiben. Wir sind der Meinung, dass wir mindestens eine große vierstellige Summe an Stufen hinter uns gebracht haben und da zähle ich die 482 Treppen auf die Türme von Notre Dame nicht mit.
Heute mal ein kurzen Zwischenbericht zu meinen Eindrücken von der Pariser Woll- und Strickszene.
Ich fange einfach mal mit meinem aufregendsten Strick-Erlebnis an; ich bin in Paris zum Paris tricot Stricktreff gegangen. Julia hatte freundlicherweise angeboten mich anzukündigen, da sie in der mailing-Liste von "Paris tricot" ist.
Ich wurde nett empfangen und habe mit den sechs Französinnen, die zum Treffen gekommen waren gestrickt und mich ein wenig ausgetauscht. Dabei habe ich dann bitterst feststellen müssen, dass mein französisch ganz furchtbar eingerostet ist. Zum Glück verstehe ich es viel besser, als ich selber inzwischen spreche. Aber egal, es war ein schöner und interessanter Abend im Café Benjamin; leider war es sehr verraucht.
Die Strickerinnen haben alle schöne elegante Sachen gestrickt und auch tolle selbstgestrickte Kleidung (gestricktes Kleid, Pullover, eine Art Cape aus Kid Silk Haze mit einem Satinband zusammengehalten,...) getragen. Mir ist aufgefallen, dass niemand Socken gestrickt hat ....das würden mehr die Großmütter machen ;-)))
Mir ist schon bei meinem Zug durch die Wollgeschäfte aufgefallen, dass es kein einziges Sockenwollknäuel zu kaufen gab.
Ein absolutes Woll-, Knopf- und Bastelparadies habe ich im 3. Stock des "Le Bon Marché" bei der Metro Sèvres Babylone gefunden. Fast alle Rowan Qualitäten, Debbie Bliss, Noro, Anny Blatt, Bouton d'or, Phildar, Elle tricot, usw.
Die Preise sind ähnlich wie bei uns, evtl. ein bißchen teurer, aber viele Qualitäten waren in einer Art Schlußverkauf um 10%-30% herabgesetzt. Es ist nicht zu glauben, aber ich habe kein einziges Knäuel gekauft. Da ich so viel zu Hause habe, hat mich irgendwie nichts so richtig angesprungen.
Alle möglichen französischen und englischsprachigen Zeitschriften lagen zur Ansicht aus und die Kundinnen wurden ausgiebigst beraten. Das ist mir überall sehr positiv aufgefallen, dass der Kundenservice um einiges besser ist als bei uns in Deutschland.
Ich bin 2x im "Le Bon Marché" gewesen und jedes Mal war die Wollabteilung brechend voll, wie auch in einigen anderen Wollläden. Viele Strickerinnen haben sich Garn für Babykleidung gekauft. Ich muss sagen, ich war wirklich von der überaus perfekten Verarbeitung der Babysachen beeindruckt und von einer Kundin ganz besonders. In einem weißem Leinentuch eingeschlagen hat sie eine wunderschön gestrickte Babykombination mitgebracht und mit der Bedienung die nun wirklich perfekt passenden Knöpfe ausgesucht. Überhaupt, war mein Eindruck, dass sehr viel Babykleidung gestrickt wird, die unglaublich fein aussieht; natürlich aus den besten Wollen. Billigen Polyacrylramsch, wie er manchmal hier für Kinder genommen wird, weil es praktisch sei, habe ich in keinem der von mir besuchten Wollgeschäfte entdeckt.
Angeregt durch die Bücher in der Wollabteilung habe ich mich auch auf die Suche nach Strickbüchern gemacht.
Diese zwei Bücher habe ich sehr günstig bei Mona Lisait gekauft:

Es sind Übersetzungen von Hand Knits for the Home und Vintage Knits von Sarah Dallas. Beide Bücher hatte ich noch nicht und werde mit ihnen versuchen mein Strickfranzösisch zu verbessern.
Überhaupt ist mir in den Buchhandlungen aufgefallen, dass es recht viele Bücher zum Thema Stricken, Sticken, Häkeln, Nähen aber auch zum Basteln mit Perlen oder Malen gab. Scheinbar wird ein größere Menge englischsprachigen Strickbücher ins französische übersetzt, gefunden habe ich die Bücher von Nicky Epstein, Erika Knight, usw.
Das große Strickbuch von Katharina Buss habe ich ebenfalls auf französisch entdeckt.
Es ist ja nur eine Momentaufnahme, die ich hier schildere, aber irgendwie hat sich mir der Eindruck aufgedrängt, dass in Frankreich mehr gehandarbeitet wird und deshalb auch bessere und umfangreichere Literatur zu bekommen ist.
Selber habe ich kaum gestrickt, denn ich war am Abend so müde, dass ich zu nichts mehr in der Lage war. Dafür bin ich konditionell wieder fit und für die Bildung habe ich auch einiges getan.

Mittwoch, 26. Juli 2006

Freising - Funtensee und zurück

Ganz herzlichen Dank für die netten Kommentare zu meinem Häkelkleid. Ich finde es auch klasse, dass zur Zeit die 70er Jahre Mode wieder so aktuell ist - ach, ich erinnere mich an die verrückte Hippiezeit und die Unbeschwertheit des Lebens damals.
Gestern habe ich aber nicht mein Kleid sondern Trekkingsachen angezogen und mein Mann und ich sind von St.Bartholomä zum Funtensee gewandert. Der Funtensee hat uns in letzter Zeit fasziniert und wir wollten da schon seit längerem mal hin, weil der Wetterfrosch Jörg Kachelmann im Winter immer wieder extreme Minustemperaturen ( ca. -40°C) von diesem Kältepol Deutschlands gemeldet hat. Das ist doch genau das Richtige bei diesen hohen Temperaturen um sich ein bißchen abzukühlen ... haben wir gedacht.
Um 5:30 Uhr sind wir in Freising losgefahren und haben am Königssee das erste Boot nach St. Bartholomä genommen. Um 8:45 sind wir frohen Schrittes losmarschiert, ganz locker flach am Seeufer entlang. Nach etwa einer halben Stunde kam die erste knackige Steigung, die aber noch ganz gut zu bewältigen war. Etwas geschockt hat mich aber doch, dass ältere Herrschaften, zum Teil 10 bis 20 Jahre älter als wir, flott an uns vorbeigezogen sind, denn so untrainiert sind wir nun doch nicht.
Zum Glück gab es immer wieder flachere Passagen zum Ausruhen und Landschaft genießen. Der absolute Hammer hat uns aber in der Saugasse erwartet. Je nach Tempo ein 1 bis 1,5 Stunden Serpentinenanstieg von mehreren hundert Metern, durch den man sich einfach durchbeißen muss. Übrigens steht in allen Beschreibungen der Aufstieg über die Saugasse sei einfach ...
Zwischendurch dachte ich wirklich ich schaffe es nicht, die Muskeln haben nur so gebrannt und die Sonne auch. Aber als wir diese verflixte Saugasse und auch den Rest geschafft hatten und am Kärlingerhaus eine Schokoladentorte genießen konnten war es nur toll. Der See selbst ist gar nicht so spektakulär, aber das Glücksgefühl war enorm es geschaft zu haben.
An einigen Hängen haben wir sogar einige Murmeltiere beobachten können. Na ja, der Rückweg war auch knackig, denn das Abwärtsgehen verlangt eine wirklich hohe Halteleistung von Fuß- und Kniemuskeln und meine Beine haben am Schluß so richtig gezittert. Aber auch da muss man durch, denn es gibt nur diese Möglichkeit um zurück zu kommen. Wieder in St. Bartholomä war ich so richtig fertig, aber auch ganz stolz, denn es war unsere erste Bergwanderung. Abends um 20:30 Uhr waren wir wieder zu Hause. Ich habe gedacht, ich würde mich heute vor Muskelkater überhaupt nicht mehr bewegen können, aber ich spüre fast nichts. Also, Fitnessstudio und Joggen bringt doch was und Bergwandern muss man auch einfach trainieren.

Hier nun einige Impressionen von der Wanderung:

Für größere Ansichten bitte auf die Bilder klicken.

Wer sich etwas abkühlen möchte, hier gibt es Bilder vom Königssee im Winter

Donnerstag, 16. Februar 2006

Über den gefrorenen Königssee nach St. Bartholomä

Die weiße Pracht der letzten Wochen zerschmilzt gerade in der Sonne. Bevor alles verschwunden ist, möchte ich Euch noch einige Bilder von unserer Wanderung über den zugefrorenen Königssee vom letzten Wochenende zeigen.
Ich wollte sie schon früher reinsetzten, aber ich habe mich nach diesem Ausflug, der sich um 9:30 Uhr so bei -13°C bewegte, erst einmal mit einer Erkältung ins Bett gelegt.
Wie kalt es war, kann man am geforenem Atem von meinem Mann, der sich an seinen Lidern, Augenbrauen und Mütze festgesetzt hatte, sehen.

Mit dem Zeigen der vor mindestens 25 Jahren selbstgestrickten Mütze von meiner Schwiegermutter für ihren Sohn, kommt das Thema Stricken in diesem Eintrag wenigstens am Rande ein bißchen vor.
Wir sind mit einigen tausenden Menschen, die dieses Landschaftserlebnis auch genießen wollten, unterwegs gewesen. Allerdings hat sich diese Menge auf dem großen See gut verteilt. Es gab zwei Wanderwege, außerdem noch gespurte bzw. ungespurte Wege für Skilangläufer. Getroffen haben wir auch Leute mit Schneeschuhen und Mountain Bikes. Wir haben St. Bartholomä, nach einigen Fotostopps und kleinen Schwätzchen mit anderen Wanderern, nach etwa zwei Stunden erreicht. Wenn man den geräumten Weg verlassen hat ist man gleich bis zu den Knien oder auch noch tiefer im Schnee versunken.

Hier nun einige Impressionen von einem Wintermärchen:

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Nach einer kurzen Mittagspause wollten wir noch weiter zum Obersee, aber nach etwa einem Kilometer wurde das Eis immer feuchter und man begann in Wasser einzusinken. Das erschien uns doch zu gefährlich da weiter zu gehen. Der Rückweg zum großen Parkplatz zog sich irgendwie unerwartet ziemlich in die Länge.
Es war ein wunderschöner Tag und ein seltenes Erlebnis, da der Königssee nur etwa alle acht bis zehn Jahre so zufriert.