Vielen Dank für Euer Interesse, es macht mir Spaß die Reise nochmals in Gedanken und Bildern vorbeiziehen zu lassen.
Hier ist nun die Fortsetzung:
Von Bombay ging es mit dem Flugzeug weiter, nach Aurangabad. In den folgenden 2 1/2 Tagen haben wir die Stadt selbst sowie die Höhlen von Ellora und Ajanta besichtigt.
Diese Höhlen gehören als bedeutendste historische Bauwerke Indiens zum UNESCO Weltkulturerbe. Sie wurden im 2.- 10. Jh. von indischen Künstlern und Gläubigen des Buddhismus, Jainismus und Hinduismus geschaffen. Ganze Kathedralen, Kapellen und Klöster hat man damals in den Fels gehämmert und zusätzlich reich mit Skulpturen ausgeschmückt.
Eigentlich sind alle Höhlen beeindruckend, aber das großartigste Bauwerk in Ellora ist der Kailasha Tempel. Aus dunklem Vulkangestein wurde ein Shiva Tempel gehauen, dem mystischen Berg Kailash, dem Wohnsitz der Götter, nachempfunden.
In Ajanta können neben wunderschönen Skulpturen auch farbenfrohe Felsmalereien betrachtet werden, die Geschichten und Legenden aus Buddhas Leben sowie Sitten und Gebräuche am Hof darstellen.
Auf der Fahrt zu den Besichtigungsstätten sind uns immer wieder endlose Karawanen mit Ochsenkarren begegnet. Wanderarbeiter, die als Erntehelfer oder auf Baustellen arbeiten, ziehen mit ihren Familien und ihrem ganzen Hab und Gut zum nächsten Arbeitsplatz.
Von Aurangabad sind wir zurück nach Bombay geflogen und von da aus weiter nach Ahmedabad. Ab jetzt ging es für ca. 5000 Kilometer mit dem Auto weiter. Unser nächstes Ziel war Palitana, im Bundesstaat Gujarat, einer der fünf wichtigsten Pilgerorte der Jains. Hier gibt es eine Kurzinfo zum Jainismus.
Das Tempelgelände mit 836 Marmortempeln liegt auf einem Berg und ist über 3500 Stufen zu erreichen.
Um 6:30 haben wir unseren Aufstieg begonnen, denn er ist entsprechend anstrengend und um die Mittagszeit wird es glühend heiß. Begleitet wurden wir von einem 72-jährigen Reiseführer, der uns immer wieder ermahnt hat langsam und gleichmäßig zu gehen. Er besteigt diesen Berg seit seiner Kindheit mindestens 2x die Woche und ist entsprechend fit gewesen. Ich hatte noch tagelang Muskelkater, denn der Abstieg war nicht weniger anstrengend und vorallem in der prallen Sonne.
Viele Pilger haben sich hochtragen lassen und auch wir wurden am Fuß des Berges von Trägern bestürmt. Wir hätten uns in eine Art Gartenstuhl setzen können, der auf zwei Bambusholmen befestigt ist und von vier Männern getragen wird. Oder im Schneidersitz auf einem an einem Bambusholm aufgehängten Sitz setzen und von zwei Männern getragen werden. Diese Holme liegen ohne irgendeine Polsterung auf den Schultern dieser Träger. Schon das Zusehen hat mir weh getan und mit ihren nicht selten übergewichtigen Pilgern laufen diese dünnen Männer dann ca. zwei Stunden zum Gipfel.
Für uns kam es nicht in Frage uns Hochtragen zu lassen. Trotzdem kommt man auch in Konflikte, weil diese Tragearbeit die einzige Verdienstmöglichkeit für die Männer in dieser Gegend ist.
Dienstag, 18. Dezember 2007
Indien 2
Vielen Dank für Euer Interesse, es macht mir Spaß die Reise nochmals in Gedanken und Bildern vorbeiziehen zu lassen.
Hier ist nun die Fortsetzung:
Von Bombay ging es mit dem Flugzeug weiter, nach Aurangabad. In den folgenden 2 1/2 Tagen haben wir die Stadt selbst sowie die Höhlen von Ellora und Ajanta besichtigt.
Diese Höhlen gehören als bedeutendste historische Bauwerke Indiens zum UNESCO Weltkulturerbe. Sie wurden im 2.- 10. Jh. von indischen Künstlern und Gläubigen des Buddhismus, Jainismus und Hinduismus geschaffen. Ganze Kathedralen, Kapellen und Klöster hat man damals in den Fels gehämmert und zusätzlich reich mit Skulpturen ausgeschmückt.
Eigentlich sind alle Höhlen beeindruckend, aber das großartigste Bauwerk in Ellora ist der Kailasha Tempel. Aus dunklem Vulkangestein wurde ein Shiva Tempel gehauen, dem mystischen Berg Kailash, dem Wohnsitz der Götter, nachempfunden.
In Ajanta können neben wunderschönen Skulpturen auch farbenfrohe Felsmalereien betrachtet werden, die Geschichten und Legenden aus Buddhas Leben sowie Sitten und Gebräuche am Hof darstellen.
Auf der Fahrt zu den Besichtigungsstätten sind uns immer wieder endlose Karawanen mit Ochsenkarren begegnet. Wanderarbeiter, die als Erntehelfer oder auf Baustellen arbeiten, ziehen mit ihren Familien und ihrem ganzen Hab und Gut zum nächsten Arbeitsplatz.
Von Aurangabad sind wir zurück nach Bombay geflogen und von da aus weiter nach Ahmedabad. Ab jetzt ging es für ca. 5000 Kilometer mit dem Auto weiter. Unser nächstes Ziel war Palitana, im Bundesstaat Gujarat, einer der fünf wichtigsten Pilgerorte der Jains. Hier gibt es eine Kurzinfo zum Jainismus.
Das Tempelgelände mit 836 Marmortempeln liegt auf einem Berg und ist über 3500 Stufen zu erreichen.
Um 6:30 haben wir unseren Aufstieg begonnen, denn er ist entsprechend anstrengend und um die Mittagszeit wird es glühend heiß. Begleitet wurden wir von einem 72-jährigen Reiseführer, der uns immer wieder ermahnt hat langsam und gleichmäßig zu gehen. Er besteigt diesen Berg seit seiner Kindheit mindestens 2x die Woche und ist entsprechend fit gewesen. Ich hatte noch tagelang Muskelkater, denn der Abstieg war nicht weniger anstrengend und vorallem in der prallen Sonne.
Viele Pilger haben sich hochtragen lassen und auch wir wurden am Fuß des Berges von Trägern bestürmt. Wir hätten uns in eine Art Gartenstuhl setzen können, der auf zwei Bambusholmen befestigt ist und von vier Männern getragen wird. Oder im Schneidersitz auf einem an einem Bambusholm aufgehängten Sitz setzen und von zwei Männern getragen werden. Diese Holme liegen ohne irgendeine Polsterung auf den Schultern dieser Träger. Schon das Zusehen hat mir weh getan und mit ihren nicht selten übergewichtigen Pilgern laufen diese dünnen Männer dann ca. zwei Stunden zum Gipfel.
Für uns kam es nicht in Frage uns Hochtragen zu lassen. Trotzdem kommt man auch in Konflikte, weil diese Tragearbeit die einzige Verdienstmöglichkeit für die Männer in dieser Gegend ist.
Hier ist nun die Fortsetzung:
Von Bombay ging es mit dem Flugzeug weiter, nach Aurangabad. In den folgenden 2 1/2 Tagen haben wir die Stadt selbst sowie die Höhlen von Ellora und Ajanta besichtigt.
Diese Höhlen gehören als bedeutendste historische Bauwerke Indiens zum UNESCO Weltkulturerbe. Sie wurden im 2.- 10. Jh. von indischen Künstlern und Gläubigen des Buddhismus, Jainismus und Hinduismus geschaffen. Ganze Kathedralen, Kapellen und Klöster hat man damals in den Fels gehämmert und zusätzlich reich mit Skulpturen ausgeschmückt.
Eigentlich sind alle Höhlen beeindruckend, aber das großartigste Bauwerk in Ellora ist der Kailasha Tempel. Aus dunklem Vulkangestein wurde ein Shiva Tempel gehauen, dem mystischen Berg Kailash, dem Wohnsitz der Götter, nachempfunden.
In Ajanta können neben wunderschönen Skulpturen auch farbenfrohe Felsmalereien betrachtet werden, die Geschichten und Legenden aus Buddhas Leben sowie Sitten und Gebräuche am Hof darstellen.
Auf der Fahrt zu den Besichtigungsstätten sind uns immer wieder endlose Karawanen mit Ochsenkarren begegnet. Wanderarbeiter, die als Erntehelfer oder auf Baustellen arbeiten, ziehen mit ihren Familien und ihrem ganzen Hab und Gut zum nächsten Arbeitsplatz.
Von Aurangabad sind wir zurück nach Bombay geflogen und von da aus weiter nach Ahmedabad. Ab jetzt ging es für ca. 5000 Kilometer mit dem Auto weiter. Unser nächstes Ziel war Palitana, im Bundesstaat Gujarat, einer der fünf wichtigsten Pilgerorte der Jains. Hier gibt es eine Kurzinfo zum Jainismus.
Das Tempelgelände mit 836 Marmortempeln liegt auf einem Berg und ist über 3500 Stufen zu erreichen.
Um 6:30 haben wir unseren Aufstieg begonnen, denn er ist entsprechend anstrengend und um die Mittagszeit wird es glühend heiß. Begleitet wurden wir von einem 72-jährigen Reiseführer, der uns immer wieder ermahnt hat langsam und gleichmäßig zu gehen. Er besteigt diesen Berg seit seiner Kindheit mindestens 2x die Woche und ist entsprechend fit gewesen. Ich hatte noch tagelang Muskelkater, denn der Abstieg war nicht weniger anstrengend und vorallem in der prallen Sonne.
Viele Pilger haben sich hochtragen lassen und auch wir wurden am Fuß des Berges von Trägern bestürmt. Wir hätten uns in eine Art Gartenstuhl setzen können, der auf zwei Bambusholmen befestigt ist und von vier Männern getragen wird. Oder im Schneidersitz auf einem an einem Bambusholm aufgehängten Sitz setzen und von zwei Männern getragen werden. Diese Holme liegen ohne irgendeine Polsterung auf den Schultern dieser Träger. Schon das Zusehen hat mir weh getan und mit ihren nicht selten übergewichtigen Pilgern laufen diese dünnen Männer dann ca. zwei Stunden zum Gipfel.
Für uns kam es nicht in Frage uns Hochtragen zu lassen. Trotzdem kommt man auch in Konflikte, weil diese Tragearbeit die einzige Verdienstmöglichkeit für die Männer in dieser Gegend ist.
Freitag, 14. Dezember 2007
Indien 1
Wie soll man so viele Erlebnisse aus fünf Wochen auf eine verträgliche Menge reduzieren? Ich hoffe, es macht Euch Spaß so ein wenig über meine Indieneindrücke zu lesen und Ihr haltet meine langen Monologe aus. Wen Indien nicht so sehr interessiert, es wird auch immer wieder einige Strickeinträge geben, denn so langsam kommt die Lust auf die Nadeln wieder.
Wenn man Indien hört, denkt man sofort an prächtige Maharajapaläste und Slums, an Gurus und Sadhus, Schlangenbeschwörer, heilige Kühe und bunte Saris. All das und noch viel mehr haben wir gesehen.
Eine Reise nach Indien führt einen in eine Welt extremer Kontraste, Rätsel und Widersprüche - Indien zieht einen einfach in seinen Bann. Es ist aufregend, choatisch, manchmal schwer zu verstehen, aber immer spannend. Die Gegensätze haben unsere Reise begleitet, manchmal waren sie für mich kaum aushalten.
Hier nur einige Beispiele:
Der prunkvolle Maharaja-Palast von Samode, heute eines der teuersten Touristenhotels, steht mitten in einem ganz ärmlichen Dorf.
Junge, akademisch gebildete Inder, die trotzdem von ihren Eltern eine Ehefrau für sich suchen lassen.
Reiche (dicke) Inder, die sich von vier dünnen ausgemergelten jungen Männern auf einen heiligen Berg (Palitana) hochtragen lassen.
Millionen von heiligen Kühen, die gehuldigt und verehrt werden und alles vollsch...en.
Man spaziert durch die Vergangenheit und bewegt sich gleichzeitig in der modernsten Moderne.
Da Indien das Geburtsland großer Weltreligionen ist und eine interessante wie wechselvolle Geschichte aufzuweisen hat war unsere Reise entsprechend kulturlastig. Nix mit Ayurveda, Ashrams, Yoga und Goa. Für meinen Mann war es schon seine 4. Indienreise, für mich meine erste.
Begonnen hat unsere Tour in Bombay - heute Mumbai - und ich hatte am ersten Abend einen richtigen Kulturschock. Die Lautstärke der ständigen Huperei, der Gestank der Abgase, der chaotische Verkehr, die Bettler, die an unser Autofenster klopften, wenn wir irgendwo standen - das alles hat mich nach dem Flug so richtig fertig gemacht.
Aber am nächsten Tag hatte ich mich doch einigermaßen gefangen.
Das war unser Besichtigungsprogramm in Bombay:
Dhobi Ghat (traditioneller Waschplatz), Victoria Terminus (der berühmtesete Bahnhof der Stadt), Prince of Wales Museum, Gateway to India, Mani Bhawan (Mahathma Gandhi Museum), Hindutempel im "Alt-Bombay" mit großem Teich, Hanging Gardens, Türme des Schweigens, Jain Tempel, Crowford Market, alte Kolonialarchitektur (Universität, Kirchen, usw.), Nehru Center mit großer Ausstellung, .....
Drei Besuche möchte ich herausgreifen:
Und Gandhi hat 1939 einen Brief an Hitler geschrieben, den er mit "Dear friend,...." anredet, dann aber an ihn appelliert diesen falsch eingeschlagenen Weg zu verlassen. Er hat auf seinen Brief nie eine Antwort bekommen.
Was einen in Indien immer wieder kurz vor einen Herzinfakt treibt, zumindest einige kurzzeitige Atemstillstände verursacht, ist die indische Fahrweise. Dazu mal mehr in einem anderen Beitrag. Wer Lust hat kann zur Einstimmung sich mal diese oder auch noch andere kleinen Videosequenzen ansehen, die so im Internet zu finden sind. Indian Driving und Cow crossing street
Wenn man Indien hört, denkt man sofort an prächtige Maharajapaläste und Slums, an Gurus und Sadhus, Schlangenbeschwörer, heilige Kühe und bunte Saris. All das und noch viel mehr haben wir gesehen.
Eine Reise nach Indien führt einen in eine Welt extremer Kontraste, Rätsel und Widersprüche - Indien zieht einen einfach in seinen Bann. Es ist aufregend, choatisch, manchmal schwer zu verstehen, aber immer spannend. Die Gegensätze haben unsere Reise begleitet, manchmal waren sie für mich kaum aushalten.
Hier nur einige Beispiele:
Der prunkvolle Maharaja-Palast von Samode, heute eines der teuersten Touristenhotels, steht mitten in einem ganz ärmlichen Dorf.
Junge, akademisch gebildete Inder, die trotzdem von ihren Eltern eine Ehefrau für sich suchen lassen.
Reiche (dicke) Inder, die sich von vier dünnen ausgemergelten jungen Männern auf einen heiligen Berg (Palitana) hochtragen lassen.
Millionen von heiligen Kühen, die gehuldigt und verehrt werden und alles vollsch...en.
Man spaziert durch die Vergangenheit und bewegt sich gleichzeitig in der modernsten Moderne.
Da Indien das Geburtsland großer Weltreligionen ist und eine interessante wie wechselvolle Geschichte aufzuweisen hat war unsere Reise entsprechend kulturlastig. Nix mit Ayurveda, Ashrams, Yoga und Goa. Für meinen Mann war es schon seine 4. Indienreise, für mich meine erste.
Begonnen hat unsere Tour in Bombay - heute Mumbai - und ich hatte am ersten Abend einen richtigen Kulturschock. Die Lautstärke der ständigen Huperei, der Gestank der Abgase, der chaotische Verkehr, die Bettler, die an unser Autofenster klopften, wenn wir irgendwo standen - das alles hat mich nach dem Flug so richtig fertig gemacht.
Aber am nächsten Tag hatte ich mich doch einigermaßen gefangen.
Das war unser Besichtigungsprogramm in Bombay:
Dhobi Ghat (traditioneller Waschplatz), Victoria Terminus (der berühmtesete Bahnhof der Stadt), Prince of Wales Museum, Gateway to India, Mani Bhawan (Mahathma Gandhi Museum), Hindutempel im "Alt-Bombay" mit großem Teich, Hanging Gardens, Türme des Schweigens, Jain Tempel, Crowford Market, alte Kolonialarchitektur (Universität, Kirchen, usw.), Nehru Center mit großer Ausstellung, .....
Drei Besuche möchte ich herausgreifen:
Und Gandhi hat 1939 einen Brief an Hitler geschrieben, den er mit "Dear friend,...." anredet, dann aber an ihn appelliert diesen falsch eingeschlagenen Weg zu verlassen. Er hat auf seinen Brief nie eine Antwort bekommen.
Was einen in Indien immer wieder kurz vor einen Herzinfakt treibt, zumindest einige kurzzeitige Atemstillstände verursacht, ist die indische Fahrweise. Dazu mal mehr in einem anderen Beitrag. Wer Lust hat kann zur Einstimmung sich mal diese oder auch noch andere kleinen Videosequenzen ansehen, die so im Internet zu finden sind. Indian Driving und Cow crossing street
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Indien/India
Indien 1
Wie soll man so viele Erlebnisse aus fünf Wochen auf eine verträgliche Menge reduzieren? Ich hoffe, es macht Euch Spaß so ein wenig über meine Indieneindrücke zu lesen und Ihr haltet meine langen Monologe aus. Wen Indien nicht so sehr interessiert, es wird auch immer wieder einige Strickeinträge geben, denn so langsam kommt die Lust auf die Nadeln wieder.
Wenn man Indien hört, denkt man sofort an prächtige Maharajapaläste und Slums, an Gurus und Sadhus, Schlangenbeschwörer, heilige Kühe und bunte Saris. All das und noch viel mehr haben wir gesehen.
Eine Reise nach Indien führt einen in eine Welt extremer Kontraste, Rätsel und Widersprüche - Indien zieht einen einfach in seinen Bann. Es ist aufregend, choatisch, manchmal schwer zu verstehen, aber immer spannend. Die Gegensätze haben unsere Reise begleitet, manchmal waren sie für mich kaum aushalten.
Hier nur einige Beispiele:
Der prunkvolle Maharaja-Palast von Samode, heute eines der teuersten Touristenhotels, steht mitten in einem ganz ärmlichen Dorf.
Junge, akademisch gebildete Inder, die trotzdem von ihren Eltern eine Ehefrau für sich suchen lassen.
Reiche (dicke) Inder, die sich von vier dünnen ausgemergelten jungen Männern auf einen heiligen Berg (Palitana) hochtragen lassen.
Millionen von heiligen Kühen, die gehuldigt und verehrt werden und alles vollsch...en.
Man spaziert durch die Vergangenheit und bewegt sich gleichzeitig in der modernsten Moderne.
Da Indien das Geburtsland großer Weltreligionen ist und eine interessante wie wechselvolle Geschichte aufzuweisen hat war unsere Reise entsprechend kulturlastig. Nix mit Ayurveda, Ashrams, Yoga und Goa. Für meinen Mann war es schon seine 4. Indienreise, für mich meine erste.
Begonnen hat unsere Tour in Bombay - heute Mumbai - und ich hatte am ersten Abend einen richtigen Kulturschock. Die Lautstärke der ständigen Huperei, der Gestank der Abgase, der chaotische Verkehr, die Bettler, die an unser Autofenster klopften, wenn wir irgendwo standen - das alles hat mich nach dem Flug so richtig fertig gemacht.
Aber am nächsten Tag hatte ich mich doch einigermaßen gefangen.
Das war unser Besichtigungsprogramm in Bombay:
Dhobi Ghat (traditioneller Waschplatz), Victoria Terminus (der berühmtesete Bahnhof der Stadt), Prince of Wales Museum, Gateway to India, Mani Bhawan (Mahathma Gandhi Museum), Hindutempel im "Alt-Bombay" mit großem Teich, Hanging Gardens, Türme des Schweigens, Jain Tempel, Crowford Market, alte Kolonialarchitektur (Universität, Kirchen, usw.), Nehru Center mit großer Ausstellung, .....
Drei Besuche möchte ich herausgreifen:
Und Gandhi hat 1939 einen Brief an Hitler geschrieben, den er mit "Dear friend,...." anredet, dann aber an ihn appelliert diesen falsch eingeschlagenen Weg zu verlassen. Er hat auf seinen Brief nie eine Antwort bekommen.
Was einen in Indien immer wieder kurz vor einen Herzinfakt treibt, zumindest einige kurzzeitige Atemstillstände verursacht, ist die indische Fahrweise. Dazu mal mehr in einem anderen Beitrag. Wer Lust hat kann zur Einstimmung sich mal diese oder auch noch andere kleinen Videosequenzen ansehen, die so im Internet zu finden sind. Indian Driving und Cow crossing street
Wenn man Indien hört, denkt man sofort an prächtige Maharajapaläste und Slums, an Gurus und Sadhus, Schlangenbeschwörer, heilige Kühe und bunte Saris. All das und noch viel mehr haben wir gesehen.
Eine Reise nach Indien führt einen in eine Welt extremer Kontraste, Rätsel und Widersprüche - Indien zieht einen einfach in seinen Bann. Es ist aufregend, choatisch, manchmal schwer zu verstehen, aber immer spannend. Die Gegensätze haben unsere Reise begleitet, manchmal waren sie für mich kaum aushalten.
Hier nur einige Beispiele:
Der prunkvolle Maharaja-Palast von Samode, heute eines der teuersten Touristenhotels, steht mitten in einem ganz ärmlichen Dorf.
Junge, akademisch gebildete Inder, die trotzdem von ihren Eltern eine Ehefrau für sich suchen lassen.
Reiche (dicke) Inder, die sich von vier dünnen ausgemergelten jungen Männern auf einen heiligen Berg (Palitana) hochtragen lassen.
Millionen von heiligen Kühen, die gehuldigt und verehrt werden und alles vollsch...en.
Man spaziert durch die Vergangenheit und bewegt sich gleichzeitig in der modernsten Moderne.
Da Indien das Geburtsland großer Weltreligionen ist und eine interessante wie wechselvolle Geschichte aufzuweisen hat war unsere Reise entsprechend kulturlastig. Nix mit Ayurveda, Ashrams, Yoga und Goa. Für meinen Mann war es schon seine 4. Indienreise, für mich meine erste.
Begonnen hat unsere Tour in Bombay - heute Mumbai - und ich hatte am ersten Abend einen richtigen Kulturschock. Die Lautstärke der ständigen Huperei, der Gestank der Abgase, der chaotische Verkehr, die Bettler, die an unser Autofenster klopften, wenn wir irgendwo standen - das alles hat mich nach dem Flug so richtig fertig gemacht.
Aber am nächsten Tag hatte ich mich doch einigermaßen gefangen.
Das war unser Besichtigungsprogramm in Bombay:
Dhobi Ghat (traditioneller Waschplatz), Victoria Terminus (der berühmtesete Bahnhof der Stadt), Prince of Wales Museum, Gateway to India, Mani Bhawan (Mahathma Gandhi Museum), Hindutempel im "Alt-Bombay" mit großem Teich, Hanging Gardens, Türme des Schweigens, Jain Tempel, Crowford Market, alte Kolonialarchitektur (Universität, Kirchen, usw.), Nehru Center mit großer Ausstellung, .....
Drei Besuche möchte ich herausgreifen:
Und Gandhi hat 1939 einen Brief an Hitler geschrieben, den er mit "Dear friend,...." anredet, dann aber an ihn appelliert diesen falsch eingeschlagenen Weg zu verlassen. Er hat auf seinen Brief nie eine Antwort bekommen.
Was einen in Indien immer wieder kurz vor einen Herzinfakt treibt, zumindest einige kurzzeitige Atemstillstände verursacht, ist die indische Fahrweise. Dazu mal mehr in einem anderen Beitrag. Wer Lust hat kann zur Einstimmung sich mal diese oder auch noch andere kleinen Videosequenzen ansehen, die so im Internet zu finden sind. Indian Driving und Cow crossing street
Dienstag, 11. Dezember 2007
Bin wieder aus Indien zurück
Fünf Wochen Indien waren der absolute Wahnsinn. Lebendig, interessant, aufregend, erlebnisreich, lehrreich und unglaublich anstrengend. In den nächsten Tagen schreibe ich mal ein wenig über meine Eindrücke.
Auf jeden Fall sind wir sind wieder gesund zurück, was bei der indischen Fahrweise nicht ganz selbstverständlich ist. Zur Zeit hänge ich noch ein wenig im Jetlag und weiß zwischendurch gar nicht so richtig wo ich mich befinde. Besonders wenn ich mir unsere Fotos ansehe.
Nur fünf Minuten irgendwo am Straßenrand und die Fotomotive nehmen kein Ende. Nun haben wir über 10000 Bilder auf der Festplatte, die irgendwie geordnet werden müssen. Hier mal ein kleiner Appetithappen:
Auf jeden Fall sind wir sind wieder gesund zurück, was bei der indischen Fahrweise nicht ganz selbstverständlich ist. Zur Zeit hänge ich noch ein wenig im Jetlag und weiß zwischendurch gar nicht so richtig wo ich mich befinde. Besonders wenn ich mir unsere Fotos ansehe.
Nur fünf Minuten irgendwo am Straßenrand und die Fotomotive nehmen kein Ende. Nun haben wir über 10000 Bilder auf der Festplatte, die irgendwie geordnet werden müssen. Hier mal ein kleiner Appetithappen:
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Indien/India
Sonntag, 16. September 2007
Fotosession im ZOO
Heute stand Üben mit der Spiegelreflexkamera auf meinem Tagesprogramm. Wir sind in den Zoo gefahren und ich habe versucht Farben, Bewegungen und Situationen einzufangen. Ich möchte ja aus Indien mit vorzeigbaren Bildern zurückkommen. Vor allem möchte ich nicht ewig überlegen wie ich die Kamera nun einstellen muss, das muss schnell und automatisch klappen.
Früher habe ich mit einer analogen Spiegelreflexkamera fotografiert, aber in den letzten Jahren habe ich nur noch zu einer kleinen digitalen Kompaktkamera gegriffen, weil es irgendwie praktisch war. Allerdings war ich auch ganz oft mit den Bildern unzufrieden, bis nun mein Mann mir als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk eine digitale Spiegelreflex geschenkt hat. Es macht unglaublich Spaß die Bilder zu gestalten und ich bin jetzt so richtig eingestiegen.
Hier seht ihr mal eine kleine Ausbeute meiner heutigen Fotos:
Früher habe ich mit einer analogen Spiegelreflexkamera fotografiert, aber in den letzten Jahren habe ich nur noch zu einer kleinen digitalen Kompaktkamera gegriffen, weil es irgendwie praktisch war. Allerdings war ich auch ganz oft mit den Bildern unzufrieden, bis nun mein Mann mir als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk eine digitale Spiegelreflex geschenkt hat. Es macht unglaublich Spaß die Bilder zu gestalten und ich bin jetzt so richtig eingestiegen.
Hier seht ihr mal eine kleine Ausbeute meiner heutigen Fotos:
Für größere Ansichten bitte auf die Bilder klicken.
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Städtereisen
Donnerstag, 5. April 2007
Paris Teil 3
Ich habe den ganzen Abend an der Topflappenanleitung geschrieben und hoffe, dass ich sie morgen fertig habe. Es ist schwieriger als ich es mir vorgestellt habe.
Zur Entspannung wollte ich Euch noch einige Fotoimpressionen aus Paris zeigen. Die Fotos hat mein Mann gemacht. Aber es hat jetzt über eine Stunde gedauert, die Bilder richtig zu positionieren. Html kann einen manchmal so richtig zum Verzweifeln bringen.
Und nach diesen Bildern wird dieses blog wieder zum Strickblog.
Die oberen drei Fotos sind der allseits bekannt Tour Eiffel, der Aufgang im Louvre zum Denon Flügel mit Blick auf Nike von Samothrake und ich beim Einkaufsbummel in der Galerie Lafayette.
Die Aussicht vom den Türmen von Notre Dame an den berühmten Wasserspeiern vorbei, unser Besuch im Pantheon, ein Blick vom Hotel de Ville Richtung Notre Dame und diese wunderbaren französischen Kuchen - immer eine Augenweide - sind auf den vier unteren Bildern zu sehen.
Zur Entspannung wollte ich Euch noch einige Fotoimpressionen aus Paris zeigen. Die Fotos hat mein Mann gemacht. Aber es hat jetzt über eine Stunde gedauert, die Bilder richtig zu positionieren. Html kann einen manchmal so richtig zum Verzweifeln bringen.
Und nach diesen Bildern wird dieses blog wieder zum Strickblog.
Die oberen drei Fotos sind der allseits bekannt Tour Eiffel, der Aufgang im Louvre zum Denon Flügel mit Blick auf Nike von Samothrake und ich beim Einkaufsbummel in der Galerie Lafayette.
Die Aussicht vom den Türmen von Notre Dame an den berühmten Wasserspeiern vorbei, unser Besuch im Pantheon, ein Blick vom Hotel de Ville Richtung Notre Dame und diese wunderbaren französischen Kuchen - immer eine Augenweide - sind auf den vier unteren Bildern zu sehen.
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